12 von 12 im Februar 2024

12 von 12 Im Februar 2024: Kranker Rosenmontag mit Apotheken-Einkäufen

Es ist der 12. Februar und heute ist der höchste Karnevals-Feiertag, Rosenmontag. Bei mir ist allerdings nichts mit Frohsinn und Ausgelassenheit, denn mich hat eine fette Erkältung im Griff.

Und nicht nur mich ärgern die Viren – kurz nach 7 Uhr ruft schon meine Hausarzt-Praxis ab und sagt meinen Termin zur Besprechung einer Orthopädie-Diagnose ab, die Ärztin ist krank. Und auch das Lerncoaching am Nachmittag kann nicht stattfinden – das Kind ist krank.

Obwohl hier also gerade Krankheit sehr dominant ist, nehme ich dich heute mal wieder zu 12 Situationen meines Tages mit. Damit mache ich bei der Blogaktion „12 von 12“ mit, bei der Blogger*innen weltweit 12 Fotos ihres Tages zeigen und kommentieren. Für den deutschsprachigen Raum sammelt Caro von „Draußen nur Kännchen“ alle Beiträge.

1.Die Hundewärmflasche

Heute ist schulfrei und ich muss keine müden Teenies aus den Betten scheuchen. Deshalb gibt es den ersten Kaffee etwas später. Wie so oft liegt Frieda dabei auf meinem Schoss. Mein Mann prägt heute den Begriff der Hundewärmflasche. Eine unglaublich passende Bezeichnung, die ich sofort in meinen Wortschatz integriere.

2. Blöde Verpackung, guter Inhalt

Mit meinem Erkältungs-Kopf kann ich heute nicht viel machen. Ein bisschen lesen geht aber. Das Cover ist zwar so überhaupt nicht mein Geschmack, aber was und wie Alexandra Reinwarth schreibt, finde ich gut.

Und ein Satz aus dem Buch schafft es sogar, mich durch den Tag zu begleiten und mir diesen leichter zu machen: „Es ist, wie es ist.“

3. Die Wochenaufgabe

Um zehn Uhr höre ich mir den Blogvorschlag der Woche von Judith Peters an. Seitdem ich Mitglied von The Content Society bin, versorgt sie mich jeden Montag damit.

Heute höre ich interessiert zu, beschließe aber, das Thema zu vertagen, bis es mir wieder gut geht.

4. Was wollen wir essen?

Krank hin, krank her – die Familien-Bäuche wollen gefüllt werden und ich überlege mir, was es in den kommenden Tagen zu essen geben soll. Obwohl der weibliche Teil der Familie seit einem Jahr vegetarisch lebt, ist es immer noch eine Herausforderung, Rezepte zu finden, die alle halbwegs gerne essen und kein Fleisch enthalten.

5. Grauer Februar

Mit meinem Einkaufszettel bewaffnet fahre ich zum Einkaufen. Regen und Wolken hat das Wetter zu bieten und ich finde es nicht allzu schlimm, dass ich heute das Gassigehen mit Frieda den anderen Familienmitgliedern überlasse.

6. Was für die Nase

Den ersten Einkaufs-Stopp mache ich an der Apotheke und fülle meine Vorräte an pharmazeutischen Schnupfen-Helferlein auf.

7. Der Markt des Grauens

Dann geht es weiter zum Lebensmittel-Kauf in den Markt des Grauens. Nachdem der Rewe im Nachbardorf vor ein paar Jahren umgebaut wurde, mag ich ihn überhaupt nicht mehr. Überall gibt es seitdem kleine Monitore, auf denen unterschiedliche Werbe-Videos abgespielt werden.

Im Hintergrund ist zusätzlich noch die typische Rewe-Beschallung („Radio Rewe“?) zu hören. Ich finde das furchtbar!

Wer schaut sich wohl diese Videos auf den Monitoren an? Und verführen sie wirklich irgendjemanden zum Kauf der angepriesenen Waren? Ich bezweifele es und träume von einem stillen Supermarkt, wie es ja schon welche gibt, zumindest für ein paar Stunden pro Woche.

8. Zum Greifen nahe

Nachmittags höre ich meine Freunde, die Kraniche, die auf ihrem Rückweg in den Osten oder Norden über unser Haus fliegen. Ich freue mich über die Zugvögel, sind sie doch ein Zeichen, dass der Frühling bald kommt!

9. Es ist, wie es ist

Was mich den ganzen Tag über beschäftigt: Wie wird es mir morgen gehen? Werde ich mein Lerntraining geben können?

Am späten Nachmittag muss ich mir eingestehen, dass das nichts wird und ich beschließe abzusagen. Das fällt mir nicht leicht. Natürlich ist es als Selbstständige nicht schön, sich krank zu melden, weil es dann keine Einnahmen gibt.

Das ist aber gar nicht der Grund, warum mir das Absagen so schwer fällt. Fiese innere Stimmen erzählen mir irgendwelchen Quatsch, dass ich unzuverlässig und nicht belastbar sei. Aber krank ist krank. Es ist, wie es ist. Irgendwann sehen das auch die inneren Stimmen ein. Die Familien, denen ich abgesagt habe, haben damit übrigens gar kein Problem.

10. Rechtschreib-Check

Am späten Nachmittag habe ich noch einen Telefon-Termin mit einer Mutter, für deren Kind ich einen Rechtschreib-Check durchgeführt habe.

Dieser Rechtschreib-Check ist für Familien gedacht, deren Kinder mit der Rechtschreibung Schwierigkeiten haben und denen ich keinen Platz im Lerntraining anbieten kann. Mit Hilfe meiner Analyse und konkreten Tipps können die Familien eigenständig an der Verbesserung der Rechtschreib-Fertigkeiten ihrer Kinder arbeiten.

11. Nicht stören

Meine Kinder sollen ein paar Kleinigkeiten im Haushalt erledigen. Um sie nicht zu stören, verziehe ich mich kurz vorm Abendessen noch einmal in mein Bett und lese ein bisschen weiter.

12. Gewonnen!

Ein Ritual seit vielen, vielen Jahren: Wenn wir abends nicht anders verplant sind, spielen mein Mann und ich. Wir spielen monatelang immer das selbe Spiel, bis es von einem anderen Spiel abgelöst wird. Aktuell zücken wir jeden Abend das Würfelspiel „Noch einmal!“. Der Name des Spiels ist schlecht gewählt, denn wir spielen es nie mehr als ein Mal.

Aber was viel wichtiger ist: Heute Abend habe ich gewonnen! Und damit verabschiede ich mich bei dir und lege noch eine Runde Sofagesitze mit Hundewäremflasche ein.

9 Kommentare zu „12 von 12 im Februar 2024“

  1. Liebe Ilka,

    mir scheint, die halbe Welt kränkelt. Diesen Zwiespalt, als Selbstständige absagen zu müssen, fühle ich sehr und hoffe, dir geht es bald besser.

    Deine Initiative für Eltern, deren Kinder du nicht im Lerntraining unterbringen kannst, ist ja ganz große Klasse!

    Einen umgebauten REWE-Markt des Grauens haben wir auch. Ich hoffe, irgendwann, in nicht zu ferner Zukunft, werden sich die Stillen Stunden für viel mehr Supermärkte durchsetzen. Ich könnte oft schreiend wieder rausrennen, bevor ich richtig drin bin.

    Euer Spiele-Ritual finde ich toll, ich versuche mal, meine Tochter zu motivieren. Spielen ist so friedlich, und man kommt gut dabei runter. Gefällt mir.

    Ich habe in diesem Monat deine Überschriftenidee übernommen. Gefällt mir gut!

    Liebe Grüße
    Silke

    1. Liebe Silke,
      vielen Dank für deinen netten Kommentar. Ich feiere es total, dass ich dich mit meinem Tag inspirieren konnte – letzten Monat mit den Zwischenüberschriften und diesen Monat mit dem abendlichen Spiel-Ritual.
      Viele Grüße
      Ilka

  2. Mein Credo: Man muss auch mal krank werden, um gesund zu bleiben. Dir gute Besserung, liebe Ilka. Ich finde ich Hundewärmflasche schön, und beim Markt des Grauens bin ich ganz bei dir! Bis zu den nächsten #12von12 von dir und mir wünsche ich uns nur das Beste! Wir sehen uns. Herzliche Grüße Claudia

  3. Hallo Ilka,
    so viele Menschen sind gerade krank … egal wo wir in unserem Umfeld hinschauen: Freundeskreis, Kita des Sohns, Kita meiner Frau, bei mir selbst.
    Dir auf jeden Fall Gute Besserung.

    Wir spielen als Familie immer Mittwochabend – das ist schon feste und immer wieder eingeforderte Tradition 🙂

    Gruß,
    Heiko

    1. Lieber Heiko,

      wie klasse, dass Ihr als Familie auch eine Spiele-Tradition habt. Bei Euch spielen bestimmt auch die Kinder mit. Wir haben leider einen sehr spielunlustigen Teenager und auch das andere jugendliche Kind mag nur noch manchmal mit den Eltern spielen. Aber es gibt ja auch viele tolle Spiele, die man zu zweit spielen kann.
      Ich bin schon gespannt auf dein 12 von 12 im März.
      Viele Grüße
      Ilka

  4. Liebe Ilka,
    ich hoffe, es geht Dir schon besser und finde, Du hast ganz schön viel gewuppt am kranken Montag.
    Die Hundewärmflasche scheint ein Wunderheilmittel zu sein…
    Das Spiel hatte ich schon von Annette Schade empfohlen bekommen, und seit Weihnachten warte ich auf die Gelegenheit, es mal spielen zu können. Mit unseren großen Kids spielen wir tatsächlich auch noch manchmal, Cabo ist seit Sommer beliebt. Kennst du das?
    Weiter gute Besserung und
    liebe Grüße
    Nicole

    1. Liebe Nicole,
      vielen Dank für deinen netten Kommentar! Ist ja witzig, dass du unser aktuelles Lieblingsspiel auch zuhause rumliegen hast. Bei uns gab es Weihnachten eine wahre Spiel-Flut und wir haben auch noch ganz viele der Spiele nicht ausprobiert. Wir hassen es leider alle Spielanleitungen zu lesen.
      Viele Grüße
      Ilka

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