12 von 12 im Januar 2024 – Stockende Ermittlungen

Heute lade ich dich mal wieder dazu ein, mich durch meinen Tag zu begleiten. Allerdings ist mein 12. Januar 2024 so unspektakulär, dass ich mich zwischendurch immer wieder frage: Lohnt es sich überhaupt, darüber zu bloggen? Werde ich überhaupt 12 Fotos für „12 von 12“ zusammenbekommen?

Bei diesem Blog-Format machen weltweit am 12. eines jeden Monats Blogger*innen 12 Bilder aus ihrem Alltag und schreiben etwas dazu. In Deutschland sammelt Caro alle entsprechenden Beiträge.

Kaum zu glauben, aber wahr: Schon um 18 Uhr habe ich 12 Bilder und Kommentare zusammen, sogar ein bisschen kriminell ist der Tag gewesen. Wenn das kein Grund fürs Veröffentlichen ist!

1. Krimi-Kaffee

Sonst hänge ich oft beim ersten Kaffee über meinem Handy. Heute aber schnappe ich mir meinen Krimi. Ich bin kurz vor der Auflösung und MUSS einfach lesen.

2. Fehlgeleitete Vögel

Bevor ich allerdings erfahre, wer denn nun der Mörder ist, drängt mich der Hund zu seiner Morgenrunde. Draußen ist es kalt und grau. Im Wald höre ich aber doch etwas Frühlings-Soundtrack, für den ein paar fehlgeleitete Vögel verantwortlich sind.

3. Urwald-Feeling

In unserem Gassi-Wald liegen seit dem heftigen Schneefall im Dezember und dem Sturm rund um Silvester viele umgestürzte Bäume und abgeschlagene Äste. Urwaldfeeling in Hessen!

4. Schnell mal zwei Österreicherinnen treffen

Mit zwei österreichischen Kolleginnen aus dem Kompetenzzirkel Lernen habe ich per Zoom ein Mastermind-Treffen. Wir wollen uns gegenseitig bei unseren Projekten unterstützen. Gerade als Solo-Selbstständige ist der Austausch mit Mitstreiterinnen extrem wichtig, damit man nicht konsequent in die falsche Richtung galoppiert. Auch heute geben mir die beiden gute Impulse.

5. Der Magen macht keine Ferien

In Hessen haben wir heute den letzten Ferientag. Leider machen die Mägen der Familie keine Ferien und wollen bekocht werden. Also überlege ich, was es die nächsten Tage zu essen geben soll und fahre einkaufen.

6. Fast schon cleanes Wohnzimmer

Nachdem ich gestern die Wohnung komplett „entweihnachtet“ habe, sieht es bei uns jetzt fast schon clean aus. Perfekt, um die ersten Tulpen einziehen zu lassen!

7. Verhinderte Aufklärung

Nach dem Kochen und Essen gibt es den nächsten Anlauf, jetzt endlich den Mörder zu überführen. Ich lege mich auf mein Bett –
und schlafe ein. Danach bekomme ich eine Mail, die mich erst einmal ablenkt und mich am Weiterlesen hindert. Außerdem möchte der Hund wieder mal raus.

8. Der Rest vom Fest

Ich bin offensichtlich nicht die einzige im Dorf, die alle Weihnachtssachen weggeräumt und den Tannenbaum vors Haus gestellt hat. Morgen kommt die Jugend-Feuerwehr und holt die Bäume ab. Erstaunlich viele Bäume sehen noch gut aus (wenn man mal das nadellose Teil im Hintergrund ausklammert), irgendwie schade, dass sie jetzt schon entsorgt werden.

9. Grau-enhafte Gassirunde

Die Gassi-Runde an den Streuobstwiesen entlang mag ich sonst gerne. Hier hat man normalerweise einen weiten Blick in die Main- und Rheinebene. Heute ist davon nichts zu sehen. Es ist kalt und feucht und die Runde fühlt sich sehr nach einer Pflicht an.

10. Überschäumend

Zuhause gönne ich mir einen heißen Kakao. Vor einiger Zeit habe ich beim Aufräumen einen Milchaufschäumer wiederentdeckt. Der ist aktuell ein beliebtes Spielzeug bei mir und darf fluffige Milchhauben auf Kaffee, Chai-Tee und Kakao zaubern.

11. Austricksen der inneren Streberin

Eigentlich wollten meine Tochter und ich heute am letzten Ferientag nach Wiesbaden fahren. Allerdings ist die Tochter nicht ganz gesund und das Ekel-Wetter reizt nicht gerade zum Bummeln, also verzichten wir auf den Ausflug in die Stadt.

Bei mir geht nach der Entscheidung sofort der „Erledigungs-Modus“ los. Ich habe den Eindruck, dass ich jetzt aber unbedingt ganz dringend sinnvolle Sachen machen muss, zum Beispiel ein Regal aufräumen oder Unterlagen abheften. Und eigentlich könnte ich doch jetzt prima den Keller weiter aufräumen! All diese Sachen hätte ich ganz bestimmt nicht gemacht, wenn ich nach Wiesbaden gefahren wäre, aber auf einmal sollen sie so wichtig sein?!?

Ich beruhige meine innere Streberin und schreibe alle wichtigen To-dos für die nächsten Tage in mein Buch. Und dann mache ich das, was ich schon den ganzen Tag erledigen wollte: Ich lese meinen Krimi aus! Es kann ja nicht sein, dass der Mord weiterhin ungeklärt ist!

12. ENDE

12 Kommentare zu „12 von 12 im Januar 2024 – Stockende Ermittlungen“

  1. Liebe Ilka,
    wow, der ganze 12 von 12 ist direkt für sich ein kleiner Krimi 😎
    Witzig, ich habe heute angefangen, die Wohnung zu „entweihnachten“, wie du es so schön benennst. Auch bei uns werden morgen die Bäume eingesammelt. Auf deinen Milchschaum bin ich ein bisschen neidisch, aber er sei dir gegönnt 😉

    Liebe Grüße
    Danielle

    1. Liebe Danielle,
      dass mein 12 von 12 so „kriminell“ wurde, hat sich im Laufe des Tages ergeben. Den Milchschaum kann ich nur wärmstens empfehlen – ich tue mir damit etwas Gutes und mir schmeckt er auch besser als Sahne.
      Vielen Dank fürs Lesen und bis bald
      Ilka

  2. Liebe Ilka,
    Ich war die ganze Zeit gespannt, ob du den Krimi noch schaffst 😉 … Ich liebe Nele Neuhaus – bin aber etwa die drei letzten Bücher hinterher.
    Bei uns ist meistens Dreikönige der Tag, an dem alle den Baum verabschieden.
    Danke für diesen Einblick in deinen Tag, Grüessli,
    Edith

    1. Liebe Edith,
      ich wohne ja im Nele-Neuhaus-Land und da ist es fast schon Pflicht, alle ihre Bücher zu lesen. Mir passiert es immer wieder, dass ich irgendwo hier in der Gegend bin und denke: Ach, hier lag doch eine Leiche. Einsegen nicht, das waren nur Buch-Leichen aus ihren Krimis!
      Viele Grüße
      Ilka

  3. Liebe Ilka,
    ich habe auch jeden Monat das gleiche Problem, was wird schon passieren, aber irgendwie kommen doch immer wieder 12 Bilder zusammen.
    Ich habe deine mit Freuden angeschaut.
    Liebe Grüße,
    Ulrike

    1. Liebe Ulrike,
      vielen Dank fürs Lesen! Ich finde es immer ganz schön alte 12-von-12-Texte zu lesen. Oft staune ich, was so alles an einem Tag passiert ist. Also allein als eine Art Tagebuch finde ich dieses Format schon klasse.
      Viele Grüße
      Ilka

  4. Liebe Ilka,

    es war mir wieder ein Vergnügen, auf deinen Spuren den Tag zu durchwandeln. Danke fürs Mitnehmen! Deine Abschnittüberschriften finde ich toll, ich glaube, das klaue ich mir für dieses Format. Gefällt mir richtig gut. Und aus irgendwelchen Gründen war ich nie neugierig auf Nele Neuhaus, jetzt bin ich es aber. Schönen Dank auch 😁!

    Bei uns wird heute der Baum abgeschmückt. Und weil wir ein schnell und heftig nadelndes Exemplar hatten, erwägen wir den Kauf eines Kunstbaums, auch aus Nachhaltigkeitsgründen. Mal sehen, was ich dieses Jahr am 12. Dezember präsentiere.

    Ich wünsche uns ein bisschen weniger Grau. Hier ist das Weiß über Nacht davongeflossen und es sieht nur noch oll aus. Schwierig, in gute Stimmung zu kommen. Dein Beitrag hilft auf jeden Fall.

    Liebe Grüße
    Silke

    1. Liebe Silke,
      wie schön, dass du meine Überschrift-Idee klaust! Und noch besser: Dass du meinen Text als kleinen Stimmungsaufheller bezeichnest, das ist ein so tolles Kompliment!
      Ich MUSS alle Nele-Neuhaus-Krimis lesen, weil sie in unserem Kreis spielen und ich den Lokalkolorit mag. Aber der neueste Krimi von ihr ist schon etwas zu ambitioniert, finde ich.
      Viele Grüße
      Ilka

  5. Liebe Ilka,
    was für ein schöner Krimi im Format 12 von 12! Ich hatte Freude das zu lesen! Ich habe auch einen Hund und bei diesem November Wetter Gefühl mag ich auch nicht unbedingt vor die Tür mit ihr. Die Idee mit den Überschriften mache ich auch beim nächsten 12 von 12! Wir hinterlassen alle wunderbare Spuren im Netz! Wirklich toll, dank Judith!!!!

    1. Liebe Claudia,
      ja, das Gassigehen ist nicht immer die reinste Freude. In solchen Momenten tröste ich mich immer damit, dass ich dabei etwas für mich tue.
      Ich bin gespannt auf deine nächsten 12-von-12 mit Überschriften à la Ilka.
      Bis dahin alles Gute
      Ilka

  6. Super 12-von-12-Artikel inklusive Spannungsaufbau! Selbst wenn an einem 12. scheinbar „nichts“ los ist – durch dieses Blogformat bekommt man einen anderen – schärferen und achtsamen – Blick auf das Geschehen.
    Ich freue mich, dass du beim Ausmisten auch etwas gefunden hast, das du nun gerne verwendest. Das ist auch ein toller Nebeneffekt, dass man sich nicht nur von Dingen trennt, sondern auch Sachen wiederentdeckt.
    Ich habe bei meinem 12-von-12 Spaziergang auch viele Leute gesehen, die mit ihren Christbäumen zur Sammelstelle unterwegs waren.
    LG – Uli

    1. Liebe Uli,
      das ist wirklich ein toller Nebeneffekt des Ausmistens, dass man oftmals Dinge wiederfindet, an die man sich gar nicht mehr erinnert und die man auf einmal wertschätzt.
      Ich gebe zu, dass ich ganz zu Beginn meiner Bloggerei 12-von-12 als Schreiberin nicht so wirklich viel abgewinnen konnte – obwohl ich schon jahrelang bei allen möglichen Bloggerinnen über ihre 12. Tage eines Monats interessiert gelesen habe. Dabei stimmt es absolut, was du schreibst: Man bekommt einen schärferen und achtsameren Blick und wird dankbarer.
      Vielen Dank für den Gedankenimpuls und fürs Lesen.
      Viele Grüße
      Ilka

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