Beschäftigungsideen für Familien am Wochenende, in den Ferien oder in Quarantänezeiten

Kennst du diese Situation? Es ist Wochenende oder ein Ferientag und du möchtest etwas mit deiner Familie unternehmen. Schon wieder den Lieblings-Spaziergang machen, den Zoo besuchen oder in den Kletterwald gehen? Ach nö, heute soll es mal etwas anderes sein, was ein bisschen Abwechslung in die typischen Familien-Aktivitäten bringt!

Mir mangelt es zwar selten an Ideen für Ausflüge oder gemeinsame Aktivitäten zuhause. Vor ein paar Jahren aber bemerkte ich, dass sich meine Vorschläge in der aktuellen Situation häufig nicht umsetzen ließen: Das Wetter war zu schlecht, wir hatten zu wenig Zeit oder keine Lust eine weitere Anfahrt mit dem Auto zu starten.

Irgendwann begann ich dann damit, alle Ideen für mögliche Familien-Aktivitäten auf einer Liste zu sammeln, das war sozusagen die Geburtsstunde meiner Can-Do-Liste.

1. Was verstehe ich unter einer Can-Do-Liste und was sind ihre Vorteile?

To-Do-Listen kennt jede*r, wenn du aber nach Can-Do-Liste googlest, findest du…

…nichts oder auf jeden Fall nichts, was in die Richtung meiner Can-do-Liste geht! Wow, sollte ich etwa einen neuen Listen-Typen erfunden haben? Das glaube ich ehrlich gesagt nicht, vielleicht ist nur dieser Name bisher nicht geläufig. Und dabei sagt er prima aus, wofür ich diese Liste verwende, nämlich als Ideen-Sammlung für meine Familie.

Ich hatte zwar auch vor dem Anlegen meiner Can-Do-Liste immer schon Ausflugstipps oder Veranstaltungshinweise gesammelt, aber die landeten teilweise an der Magnetwand, in Notizbüchern oder im letzten Winkel meines Gedächtnisses und waren deshalb nicht da, wenn ich sie brauchte. Das wurde anders, als ich alle Tipps und Ideen immer direkt auf meiner Can-Do-Liste notierte.

2. Die Can-Do-Liste – analog oder digital?

Wenn du auch eine Can-Do-Liste haben möchtest, kannst du ganz klassisch vorgehen. Deine Ideen für schöne Familienzeiten kannst du per Hand auf ein Blatt Papier notieren und dann an eine Stelle hängen oder ablegen, wo du einen schnellen Zugriff auf sie hast. Das ist wichtig, damit du sie immer dann ergänzen kannst, wenn du auf neue Inspirationen stößt, die du gerne aufnehmen möchtest. Und natürlich ist es ebenso wichtig, sie schnell zur Hand zu haben, wenn ihr eine Idee braucht.

Wenn du lieber digital unterwegs bist, dann ist für dich vielleicht eher ein Trello-Board oder ähnliches geeignet, um eine Can-Do-Liste aufzuschreiben. Das hat den Vorteil, dass du deine Liste auch mit deiner Familie teilen kannst und durch verschiedene Endgeräte einen Zugriff darauf haben kannst.

Vielleicht denkst du auch darüber nach, deine Ideen für tolle Familien-Aktivitäten anderen Familien zugänglich zu machen? Dann empfehle ich dir, deine Can-Do-Liste auf Pinterest zu veröffentlichen.

Egal, für welche Form du dich entscheidest: Wichtig ist, dass du die Liste pflegst und immer wieder mit neuen Ideen ergänzt.

3. Was kommt auf die Can-Do-Liste?

Als ich meine erste Can-Do-Liste erstellt habe, kamen nur Ausflugsideen und Veranstaltungstipps darauf. Nach und nach wanderten aber auch immer mehr Beschäftigungsideen für zuhause auf die Liste und ergaben eine bunte Mischung aus Bastelideen, Koch- und Backplänen, kleinen Experimenten (hiermit meine ich nicht unbedingt naturwissenschaftlich Experimente. Die haben wir teilweise auch gemacht, aber ich zähle zum Beispiel auch das „Experiment“, die Locken meiner Tochter zu glätten dazu :-)), Ideen für den Garten und und und.

Das Gute an dieser Sammlung ist, dass ich immer mehrere Vorschläge machen kann, wenn die Frage kommt, die du sicher auch gut kennst: „Mama, mir ist sooooo langweilig, was kann ich tun?“

4. Wie komme ich auf Ideen für die Can-Do-Liste?

Was genau du in deine Can-Do-Liste aufnimmst, hängt natürlich stark von deinen Interessen und denen deiner Familie ab. Wobei es manchmal ja auch super sein kann, wenn man seine Komfortzone verlässt und etwas Neues ausprobiert.

Für Veranstaltungen findest du Tipps in der Lokalpresse. Oft liegen auch Flyer in öffentlichen Einrichtungen aus, beispielsweise in der Bücherei. Willst du gezielter suchen, empfehle ich dir auf der Internetseite deines Wohnortes bei Veranstaltungshinweisen nachzusehen oder in speziellen Internetportalen mit Tipps für Familien.

Für das Rhein-Main-Gebiet gibt es beispielsweise das Flummi-Magazin, Taunus4family oder rheinmain4family.

Oder du orientierst dich auf größeren Plattformen, die überregional ausgerichtet sind, wie zum Beispiel Mamilade. Auf solche überregionale Plattformen kannst du übrigens auch prima zugreifen, wenn ihr im Urlaub seid und beispielsweise nach einem tollen Spielplatz sucht.

Ideen für kreative Beschäftigungen findest du mehr als genug im Internet, zum Beispiel hier. Hast du Lust, mit deiner Familie kleine Abenteuer in den Alltag zu integrieren? Dann empfehle ich dir die Website Mama macht Abenteuer.
Am besten sind allerdings häufig die Tipps, die man von anderen Eltern vor Ort bekommt.

Falls du noch auf Ideensuche für die Beschäftigung kleinerer Kinder bist, dann möchte ich dir Carolas Spieletipps vom Frische Brise-Blog empfehlen. Viele der Aktivitäten, die dort aufgelistet sind, kann dein Kind sogar alleine durchführen.

Und falls du ein Kleinkind im Haus hast und es mal auf andere Weise unterhalten möchtest, dann probiert doch Spielschaum aus. Wiebke von starkesprache hat dazu eine tolle Anleitung geschrieben.

Du siehst, es ist eigentlich gar nicht so schwierig, an gute Ideen für die Can-Do-Liste zu kommen

5. Unsere aktuelle Can-do-Liste: teenager- und wintertauglich

Letztes Wochenende haben wir in unserer Familie die Can-do-Liste neu aufgesetzt. Typische Beschäftigungen oder Ausflugsziele für jüngere Kinder wurden gestrichen, Neues kam dazu.

Neben Ausflügen und anderen Outdoor-Aktivitäten, die eher für die wärmere Jahreszeit geeignet sind, haben wir ein paar coole Ideen zusammengetragen, die bei mäßigem oder schlechten Wetter machbar sind und nicht sehr viel Zeit brauchen. Bist du neugierig geworden? Dann schau doch mal, vielleicht ist auch etwas für eure Familie dabei:

  • Gemeinsam ein mehrgängiges Menü kochen (und natürlich auch verspeisen)
  • Eine Fotosafari veranstalten (gestartet wird gemeinsam am selben Ort, zur selben Zeit. Zu einem vereinbarten Zeitpunkt trifft sich die ganze Familie wieder und begutachtet die Fotos)
  • Eigene Pralinen herstellen
  • Ausmisten und gut Erhaltenes verkaufen
  • Fotobücher machen
  • Eine Beibring-Session abhalten (Jede*r darf den anderen Familienmitgliedern eine halbe Stunde lang etwas beibringen.)
Was würdest du deiner Familie gerne beibringen? Etwas Nützliches oder lieber etwas, was Spaß macht?

6. Eine Can-do-Liste für Quarantäne-Zeiten

Immer mehr Kinder und Familien müssen zur Zeit in Quarantäne. Wenn dein Kind nicht (schwer) erkrankt ist, möchte es natürlich beschäftigt werden und auch hierbei kann dir eine Can-do-Liste wertvolle Dienste leisten.

Es ist weniger nervraubend, sich einmal in Ruhe hinzusetzen und Ideen zu sammeln, als in Situationen mit akuten Langeweile-Anfällen eine spaßige Beschäftigung aus dem Ärmel zu schütteln.

Außerdem kannst du gegebenenfalls Materialien oder Zutaten besorgen (lassen), die für die Beschäftigung notwendig sind.


Ich freue mich, wenn du ein paar Ideen für Euren Familienalltag mitnehmen konntest. Hast du schon so etwas wie eine Can-do-Liste? Und was gehört deiner Meinung nach unbedingt auf eine Liste für Beschäftigungen in der Familie? Ich bin neugierig und freue mich, wenn du deine Ideen in den Kommentaren teilst.

2 Kommentare zu „Die Can-do-Liste“

  1. Deine Can-Do-Liste ist ja ein echtes Ideenfeuerwerk! Vielen Dank für die vielen Inspirationen. Meine Lieblingsidee ist spontan: Die Beibring-Session!

    1. Ich bin auch schon sehr gespannt auf die Beibring-Sessions! Vielleicht kann mein Sohn dabei ja meine Liebe zur Chemie entfachen, vor ihm sind schon so einige daran gescheitert …

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