13 Funfacts über meinen Weg in die Sichtbarkeit

Funfacts auf meinem Weg in die Sichtbarkeit

Ich liebe es, an Challenges teilzunehmen, zu vorgegebenen Themen zu schreiben und die anderen Teilnehmerinnen kennenzulernen. Deshalb habe ich letzte Woche auch wieder an Judith Peters Rudelbloggen teilgenommen. Etwas enttäuscht war ich, als das Thema des gemeinsamen Bloggens genannt wurde: Funfacts, also Lustiges, Interessantes, Wissenswertes über die eigene Person zu sammeln und aufzuschreiben.

Eigentlich ein tolles Thema, aber dazu hatte ich schon vor über einem Jahr einen Artikel geschrieben. Was nun? Sollte ich meine wirklich umfangreiche Liste um noch mehr Wissenswertes über mich ergänzen? Ach nein, ich hatte überhaupt keine Lust darauf. Und überhaupt: Würde ich noch Interessantes finden?

Gar nicht mitmachen fand ich auch doof. Aber warum nicht einfach das Thema etwas abwandeln und über Funfacts aus dem letzten Jahr bloggen? Mein Schritt in die Selbstständigkeit war in den vergangenen 12 Monaten ein großes Thema bei mir. Und da gerade das Sichtbarwerden in dem Zusammenhang ein wichtiges Element ist, soll es in diesem Artikel über Funfacts auf meinem Weg in die Sichtbarkeit gehen.

„Mein Weg in die Sichtbarkeit“ – hört sich das nicht so an, als wäre ich ruhig und gleichmäßig meinen Weg gegangen, vielleicht sogar mit einem hilfreichen Plan in der Hand? So war es gar nicht – gerade am Anfang herrschten Chaos und Ahnungslosigkeit, manche Schritte brachten mich zum Stolpern, andere Etappe wiederum habe ich fast schon mit einem leichten Hüpfer absolviert.

  1. Ich habe einer Webdesignerin ihren Job geklaut
    Nachdem ich mich im Sommer 2021 entschlossen hatte, dass ich mich selbstständig machen will, war mir klar: Eine Website muss her! Also machte ich Gespräche mit zwei netten Webdesignerinnen aus – und kam vollkommen überfordert aus den Treffen raus. Ich hatte überhaupt keine Idee, was ich wollte, wie die Seite aussehen sollte, was ich schreiben könnte.

    Ratlos surfte ich das Internet leer und stieß dabei auf Judith Peters Angebot eines Blogkurses. Ich hatte schon jahrelang bloggen wollen, aber nie ein Thema gehabt. Jetzt, durch die Selbstständigkeit, hatte ich direkt mehrere Themen zum Bloggen: Lernen, Lesen und Schreiben. Also meldete ich mich für ihren kostenlosen Kurs an, besuchte im Anschluss ihren 8-Wochen-Kurs und lernte bloggen. Und nebenbei entstand dabei die erste Version meiner Website. Sorry Wegdesignerinnen, dass ich Euren Job geklaut habe!

  2. Die Angst vorm Button-Drücken
    Während des Blog-Kurses produzierte ich eifrig Blog-Artikel, auch im Camping-Urlaub im Wohnwagen. Ich erinnere mich noch gut, dass ich mit einer Mischung aus Angst und Ehrfurcht nach dem Schreiben des ersten Textes den Veröffentlichen-Button drückte. Das war so aufregend, dass mein Text nun in die Welt gegangen war!

  3. Mein erstes „12 von 12“
    Seit Jahren kenne ich die Blog-Aktion „12 von 12“. An jedem 12. eines Monats lese ich über die 12 Momente aus dem Leben der dort versammelten Bloggerinnen, die sie mit Fotos und Texten dokumentieren. Ich Blogger-Baby fühlte mich wie die größte Hochstaplerin, als ich dort das erste Mal mitmachte! Inzwischen ist es für mich schon eine liebgewonnene Gewohnheit geworden, halbwegs regelmäßig bei „12 von 12“ mitzumachen und meine Tage festzuhalten.

  4. Ich packe meine Senftube aus
    Beim Bloggen lernte ich sehr schnell: Es ist wunderbar, wenn die eigenen Blog-Artikel kommentiert werden! In dem Blog-Kurs haben wir Teilnehmerinnen gegenseitig unsere Texte kommentiert. Das kostete zwar Zeit, aber machte auch Spaß. Allmählich wurde ich mutiger und fing auch an, meinen Senf zu Beiträgen von mir unbekannten Leuten dazuzugeben. Ich traute mich sogar, Artikel auf den Blogs zu kommentieren, denen ich schon lange als stille Leserin gefolgt war.

  5. Mein Bauchklatscher mit facebook
    Im letzten Jahr habe ich eifrig Online-Kurse besucht und ein Großteil der Kurskommunikation fand über facebook statt. Zuvor hatte ich überhaupt kein Interesse an Socialmedia gehabt, nun musste aber ein facebook-Account her, um aktiv an den Kursen teilnehmen zu können.

    Ich weiß immer noch nicht, wie ich das hinbekommen habe, aber mein facebook-Account wurde nach nur einem Tag gesperrt. Und das, wo ich gerade mitten in einem kostenpflichtigen Kurs war! Ich suchte nach einer Support-Möglichkeit, fand aber nichts Hilfreiches und war ganz schön aufgeregt und genervt.

    Mein „Vergehen“ war wohl nicht so schlimm gewesen, denn nach 24 Stunden war mein Account wieder freigeschaltet. So richtig warm geworden bin ich mit facebook allerdings nicht, wozu auf jeden Fall auch dieses doofe Erlebnis beigetragen hatte.

  6. Die fiese Geburtstagsidee meiner Tochter
    6 Tage vor meinem letzten Geburtstag sicherte ich mir hektisch einen Instagram-Account. Warum diese Eile? Meine Tochter hatte gescherzt, mir zum Geburtstag einen Auftritt bei Instagram zu erstellen und dort ihre Sammlung unmöglicher Fotos von mir zu veröffentlichen.

    Es war ein Scherz, aber in unserer Familie setzt man öfter mal Scherze in die Realität um und das wollte ich in dem Falle absolut nicht! So authentisch sollte mein Auftritt auf Socialmedia dann doch nicht sein!

    Übrigens bekam ich von meiner Tochter zum Geburtstag eine aufwendige Bastelei, in der Miniaturen von mir zu bewundern sind. Ein Hoch auf die analoge Welt, wo nicht jeder in den Genuss dieser Quatschbilder und ungünstigen Schnappschüsse kommt!
Das analoge Geschenk meiner Tochter
  1. Ich vergesse die Zeit und mache einfach weiter
    Instagram und mir hatte ich 6 Wochen Probezeit gegeben. Dann wollte ich Bilanz ziehen und schauen, ob ich weitermache. Ich kann mich an kein Bilanzziehen erinnern. Ich habe einfach weitergemacht, denn an Instagram gefiel mir die Möglichkeit der Interaktion gut.

  2. Mein Weg in die Unsichtbarkeit
    Im Januar machte ich bei einer Sichtbarkeits-Challenge mit. Bei dem Hashtag verwendete ich als Jahreszahl nicht „2022“, sondern „22“ und war damit für die anderen Teilnehmerinnen der Challenge unsichtbar. Wie auch immer – ich habe noch andere mit in die Unsichtbarkeit genommen, die meine Hashtag-Variante einfach übernommen haben. Nach zwei Tagen bemerkte ich meinen Fehler und stieg dann richtig in die Challenge ein.

  3. Auf dem Kriegsfuß mit Reels
    Immer wieder bekam ich zu hören: „Wenn du auf Instagram bist, dann MUSST du Reels machen!“ Ich finde diese Kurzvideos häufig nervig und wenig aussagekräftig. Aber gut, wat mut, dat mut – ich machte also auch Reels. Das bildete ich mir zumindest ein. Ich speicherte im falschen Format ab und hatte anstelle von Reels Videos, die eine miserable Reichweite hatten. Doof nur, dass das mehrmals passierte!

  4. Hilfe, ich gehe viral!
    Ich gab dem Thema Reel eine letzte Chance und haute in einer halben Stunden ein Mini-Filmchen raus, die Schriften total chaotisch, ich zeige auf völlig unpassende Requisiten. Egal, das würde ja sowieso keiner sehen. Was für ein Irrtum! Ich war total erstaunt, als mein Reel immer mehr Klicks bekam und (zumindest für meine Verhältnisse mit damals knapp 200 Followern) viral ging.

    Neue Follower brachte mir das Ganze nicht, obwohl es über 85.000 Mal gesehen wurde. Viele der Kommentare unter dem Reel – es geht dort um stille Schüler*innen – machten mich nachdenklich und betroffen. Aber tiefer drauf eingehen konnte ich nicht. Dieses Thema finde ich zwar wichtig, bin aber in dem Bereich keine Expertin, die Menschen mit gravierenden Problemen unterstützen könnte.

  5. Wie peinlich! Mein Umfeld liest meine Texte!
    Dass fremde Leute meine Texte lesen, fand ich schon komisch. So richtig seltsam wurde es allerdings, als ich erfuhr, dass auch Menschen aus meiner analogen Welt meinen Blog lasen oder mir auf facebook oder Instagram folgten. Eigentlich verrückt, oder? Das Ziel war doch, dass die Leute wissen, was ich mache, dass ich auffindbar bin. Inzwischen ist es mir nicht mehr unangenehm oder peinlich, wenn ich auf mein Business oder meine Texte angesprochen werde. Aber in diese Haltung musste ich erst einmal reinwachsen.

  6. Mein erfolgreichster Offline-Werbeträger
    Ursprünglich hatte ich vorgehabt, meine Trainings nur online anzubieten. Aber Anfang des Jahres bekam ich große Lust, mit Kindern und Jugendlichen in Präsenz zu arbeiten. Online hatte ich zu dem Zeitpunkt schon etwas Sichtbarkeit erlangt, jetzt ging es darum, auch hier vor Ort mein Angebot bekannt zu machen. Und das war für mich NOCH schwieriger als Texte und Bildchen zu produzieren und ins Internet zu stellen.

    Irgendwann war ich dann so weit und hängte zwei Aushänge in meinem Dorf auf, eine in der Post, eine in der beliebten Mini-Bäckerei, in die maximal zwei Person passen. Schon ein paar Tage später meldeten sich die ersten Interessenten, die beim Brötchenholen über mein Angebot gestolpert waren. Etwa die Hälfte meiner aktuellen Lernkinder kommen aufgrund meiner Werbung beim Bäcker. Das hätte ich beim Aufhängen gar nicht gedacht!
Funfacts über meinen Weg in die Sichtbarkeit die Bäckerei
Der Aushang an der Tür der Bäckerei hat mir 50% meiner Lernkinder beschert
  1. Meine Funfacts werden zitiert
    Als ich neulich ein Gespräch mit einer interessierten Mutter hatte, zitierte sie auf einmal einen Funfact von mir. Wie cool war das denn? Für mich schloss sich damit irgendwie der Kreis.

    Manchmal frage ich mich nämlich, warum ich das alles mache rund um Website, Blog und Socialmedia. Es macht irgendwie Spaß, aber ist das wirklich notwendig und wichtig?

    Inzwischen denke ich: Ja, das ist es! Es ist nicht nur ein Hobby, sondern wichtig für mein Business und sorgt dafür, dass ich ohne großes Klinkenputzen meine ersten Schritte in die Selbstständigkeiten gehen konnte. Und dafür bin ich sehr dankbar!

4 Kommentare zu „13 Funfacts über meinen Weg in die Sichtbarkeit“

  1. Hallo Ilka! Was für ein großartiger Blogartikel! Ich hab mehrmals laut gelacht (die Hashtag-Geschichte!) und gleichzeitig kann ich deinen Weg in die Sichtbarkeit sooo gut nachempfinden (z.B. das seltsame Gefühl, wenn auch „Leute aus dem Dorf“ die Texte lesen).
    Liebe Grüße von Wiebke

  2. Hallo Ilka, super, wie du Judiths Challenge umgemodelt und für dich passend gemacht hast 🙂

    Hat mir Spaß gemacht zu lesen!

    Ich habe bei der Challenge auch mitgemacht, und zum ersten Mal Fun Facts geschrieben. Habe erst gezögert, aber dann hat es mir echt Spaß gemacht.

    Viele Grüße
    von Lena

    1. Liebe Lena,

      vielen Dank für deine wertschätzenden Worte! Darüber freue ich mich sehr.
      Dann werde ich mal direkt auf deine Seite hüpfen und deine Funfacts lesen.

      Viele Grüße
      Ilka

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